Datenbank wissenschaftlicher Publikationen an der Schnittstelle Gender und Klima veröffentlicht

Neue Paper-Datenbank des Projekts GREEN (Gender-Research in Ecological Economics Network)

Sie bündelt englischsprachige wissenschaftliche Veröffentlichungen an der Schnittstelle von Gender, Nachhaltigkeit und ökologischer Ökonomie und macht den aktuellen Forschungsstand übersichtlich zugänglich. Die Beiträge können unter anderem nach Jahr, Studientyp und Forschungsschwerpunkt gefiltert und gezielt durchsucht werden. Ergänzend bietet die Datenbank thematische Auswertungen und Kennzahlen, die einen schnellen Überblick über zentrale Forschungstrends ermöglichen.

Zu jeder englischsprachigen Publikation gibt es eine kurze Zusammenfassung in deutscher Sprache, sodass sich zentrale Fragestellungen und Ergebnisse schnell erschließen lassen.

Anhand einer systematischen Literaturanalyse zu Gender & Diversity und Corporate Environmental Responsibility (CER) setzt sich GREEN das Ziel, den bestehenden Forschungsstand möglichst umfassend zu erfassen und herauszuarbeiten. Dabei sei der Fokus, wie Gender- und Diversitätsaspekte mit der ökologischen Verantwortung von Unternehmen zusammenhängen.

Das Projekt GREEN recherchiert relevante Literatur anhand einer strukturierten Suchstrategie und wählt die Studien anschließend nach dem PRISMA-Verfahren transparent und nachvollziehbar aus. In der Analyse betrachten sie unter anderem zentrale Theorien, Wirkmechanismen, empirische Befunde sowie methodische Ansätze. Unterstützt wird der Prozess durch verschiedene KI-gestützte Tools, etwa bei Literaturrecherche, Kodierung und der strukturierten Auswertung der Studien. Auf dieser Grundlage will GREEN den bisherigen Wissensstand systematisch zusammenführen, Forschungslücken identifizieren und eine Agenda für zukünftige Forschung entwickeln.

Themenblätter zum Vierten Gleichstellungsbericht

Mit den Themenblättern startet eine neue Veröffentlichungsreihe zum Vierten Gleichstellungsbericht. Auf wenigen Seiten stellen die Themenblätter ausgewählte Aspekte aus dem Bericht prägnant und verständlich vor. Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen Gleichstellung und Klimawandel für gleichstellungs- und klimapolitische Akteur*innen zu vermitteln, aber auch Interesse in der Öffentlichkeit insgesamt zu wecken.


 

Kommunen entscheiden mit darüber, wie klimafreundlich Mobilität, Wohnen, Stadt- und Raumplanung, Energieversorgung oder öffentliche Dienstleistungen sind. Wenn sie Maßnahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung in diesen Bereichen geschlechtergerecht ausrichten, erhöhen sie deren Reichweite, Akzeptanz und Wirksamkeit. Das Themenblatt von Pat Bohland und Greta Pallaver von LIFE e.V. zeigt wie es geht.

Themenblatt Kommunen

 

Deutschland hat sich mit dem Bundes-Klimaschutzgesetz verpflichtet, bis 2045 klimaneutral zu werden. Die dafür notwendigen Umstellungen, wie der Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien, führen zu erheblichen Veränderungen für Beschäftigte. Das Themenblatt zeigt, wie diese Umbrüche am Arbeitsmarkt geschlechtgergerecht gestaltet werden können.

Themenblatt Arbeitsmarkt

 

Mobilität prägt unseren Alltag. Sie ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und hat zugleich einen erheblichen Einfluss auf das Klima. Unser neues Themenblatt zeigt, warum eine klimafreundliche und geschlechtergerechte Mobilitäts- und Verkehrsplanung dringend nötig ist und welche Chancen ein neues Bundesmobilitätsgesetz dafür bietet.

Themenblatt Mobilitäts- und Verkehrsplanung

 

Das Themenblatt Ernährung beleuchtet, wie eine gesunde und klimafreundliche Ernährung mit Geschlechtergerechtigkeit verbunden werden kann. Es stellt prägnante Lösungsansätze für Politik und Alltag vor.

Themenblatt Ernährung

 

Das Themenblatt Landwirtschaft zeigt, warum eine klimafreundliche und geschlechtergerechte Agrarpolitik dringend nötig ist und wie Agrarsubventionen zu mehr Geschlechtergerechtigkeit beitragen können.

 

Themenblatt Landwirtschaft

 

Die Energiewende muss geschlechtergerecht und inklusiv gestaltet werden. Das Themenblatt Energiegemeinschaften veranschaulicht die Vorteile und gibt praktische Hinweise für Kommunen und Betreiber*innen von Energiegemeinschaften, um eine breite Beteiligung zu fördern.

Themenblatt Energie

 

Die Themenblätter und weitere Publikationen wie Studien, Kurzfassungen, Infoblätter und vieles mehr können Sie unter Veröffentlichungen herunterladen.

Neue Studie: Gleichstellung als Schlüssel kommunaler Klimapolitiken – Rahmenbedingungen und Praxisbeispiele

Titelblatt der Studie

Kommunale Klimapolitik geschlechtergerecht gestalten – aber wie?

Klimapolitik entscheidet sich vor Ort: in Städten und Gemeinden. Die Studie zum Vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung von LIFE e. V. und Klima-Bündnis zeigt anhand zahlreicher Praxisbeispiele, wie Kommunen klimapolitische Entscheidungen sozial- und geschlechtergerecht umsetzen können.

Dabei werden die rechtlichen Grundlagen kommunalen Handelns in den Bereichen Gleichstellung und Klima ebenso beleuchtet wie die Herausforderungen, mit denen Kommunen bei der Umsetzung geschlechtergerechter Klimapolitik konfrontiert sind, etwa begrenzte finanzielle Spielräume oder fehlende Strukturen.

Die Studie bietet Einblicke in die klima- und gleichstellungspolitischen Rahmenbedingungen, Praxisbeispiele aus Kommunen und Orientierung für alle, die Gleichstellung dauerhaft in der kommunalen Klimapolitik verankern wollen.

 

Zur Studie

Zum Themenblatt Kommunen

Zum Weiterlesen:

Blogbeitrag von Lukas Weißenberger:  Vom Extra zum Standard: Wie Kommunen Geschlechter-verhältnisse in ihrer Klimapolitik verankern | von Lukas Weißenberger

Praxisbeispiele zum Vierten Gleichstellungsbericht

Wo wird Gleichstellung und Ökologie bereits zusammengedacht?

Der Vierte Gleichstellungsbericht enthält Maßnahmen und Empfehlungen, um eine sozial-ökologischen Transformation umzusetzen.

Auf unserer Webseite finden Sie Beispiele aus der Praxis dafür, wie die Handlungsempfehlungen und Maßnahmen bereits umgesetzt werden.

Wie lässt sich gemeinnützige Arbeit vor Ort fördern und gleichzeitig der CO₂-Fußabdruck verringern?
Die kostenlose Online-Plattform Repami vernetzt Reparatur‑Cafés, ehrenamtliche Werkstätten und Handwerksbetriebe in Berlin und Umgebung und stellt diese übersichtlich für Nutzer*innen dar. Dadurch können mehr Alltagsgegenstände repariert statt ersetzt werden – ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung. Repair-Cafés sind für Gleichstellung wichtig, weil sie die zeitintensive Care-Arbeit des Reparierens sichtbar machen und unterstützen – gerade vor dem Hintergrund, dass Frauen oft weniger verfügbare Zeit haben.

Wie kann Klimaneutralität geschlechtersensibel gestaltet und umgesetzt werden?
Der 5. Aktionsplan der Europäischen Charta für die Gleichstellung der Stadt Münster zeigt in 15 Maßnahmen, wie dies gelingen kann. So werden beispielsweise die Bedürfnisse von Sorgearbeitenden in der Mobilitätsplanung berücksichtigt. Zudem fließen spezifische Gesundheitsrisiken von Frauen und anderen Gruppen – etwa bei extremer Hitze – gezielt in die Maßnahmen ein.

Hier geht es zu diesen und weiteren Praxisbeispielen zum Vierten Gleichstellungsbericht.

NEW: Summary of the Expert Opinion of the Fourth Gender Equality Report

Summary of the Expert Opinion of the Fourth Gender Equality Report of the Federal Government

The Fourth Gender Equality Report of the Federal Government “Gender Equality in the Socio-Ecological Transformation” addresses a highly topical issue: how the socio-ecological transformation can be shaped in a gender-equitable manner.

The new summary of the Fourth Gender Equality Report in English presents the key contents of the Expert Opinion in a concise form. The aim of the summary is to present the relevance of the topic and to provide insights into gender equality-related aspects of the fields of action examined in the Expert Opinion, as well as the corresponding recommendations for action.

The summary is available for download here.

 

 

Jetzt NEU: Der Vierte Gleichstellungs-Bericht in Leichter Sprache

Der Vierte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung zeigt, was die Politik tun muss, um den Wandel zu mehr Klimaschutz und Klimaanpassung für alle Menschen gerecht zu gestalten.

Die neue Broschüre greift alle Themen des Gutachtens in Leichter Sprache auf und stellt die zentralen Ergebnisse vor. Die Themen sind: Landwirtschaft, Planung der Städte, Verkehrsplanung, Wohnen, Ernährung, Zeit, weniger Dinge wegwerfen, Gesundheit, Arbeitsmarkt, Geld für Klimaschutz und Gleichstellung sowie Energie. Die Broschüre zeigt, warum das Thema für Geschlechtergerechtigkeit wichtig ist und untermalt die Themen mit anschaulichen Bildern.

Die Broschüre trägt so dazu bei, die wichtigen Themen des Gutachtens „Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation“ für alle Menschen zugänglich zu machen.

 

 

 

 

Hier geht es zum Bericht in Leichter Sprache Hier geht es zur Unterseite „Leichte Sprache“

Jetzt NEU: Kurzfassung des Vierten Gleichstellungsberichts

Der Vierte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung „Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation“ befasst sich mit einem hoch aktuellen Thema: nämlich damit, wie die sozial-ökologische Transformation geschlechtergerecht gestaltet werden kann.

Die neue Kurzfassung des Vierten Gleichstellungsberichts gibt die wesentlichen Inhalte des Gutachtens der Sachverständigen in kompakter Form wieder. Ziel der Kurzfassung ist es, in die Relevanz des Themas einzuführen und einen Einblick in gleichstellungsrelevante Aspekte der im Gutachten untersuchten Handlungsfelder und Handlungsempfehlungen zu geben.

Die Broschüre steht hier zum Download zur Verfügung. Sie können bei uns auch eine gedruckte Version der Kurzfassung bestellen. Senden Sie dazu bitte eine E-Mail an gleichstellungsbericht@bundesstiftung-gleichstellung.de.

 

Dokumentation der Veranstaltungsreihe „Geschlechtergerechte Digitalisierung in der Praxis“

Dokumentation der Veranstaltungsreihe zu den Handlungsempfehlungen des Dritten Gleichstellungsberichts „Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten“

Wie gestalten wir die Digitalisierung geschlechtergerecht? Das haben wir mit Akteur*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft in fünf Gesprächen am Runden Tisch diskutiert. Die Dokumentation steht nun zum Download bereit.

Die Handlungsempfehlungen des Dritten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung waren der zentrale Impuls für die Veranstaltungsreihe. Sie zeigen auf, wie Gleichstellung in einer digitalisierten Gesellschaft erreicht werden kann. Doch wie können diese Empfehlungen in der Praxis umgesetzt werden?  Welche konkreten Schritte sind notwendig, um die technologischen Veränderungen im Sinne einer soziotechnischen Perspektive tatsächlich gleichstellungsorientiert zu gestalten, etwa in Bereichen wie Softwareentwicklung, Gründungsförderung oder Plattformökonomie?

Gemeinsame Themenschwerpunkte und runde Tische

Bei einer Kick-Off Veranstaltung wurde gemeinsam mit interessierten Teilnehmer*innen überlegt, welche der vielen Themen des Dritten Gleichstellungsberichts vertieft werden sollen. Fünf Schwerpunktthemen wurden vereinbart, zu denen runde Tische (Roundtables) stattfanden:

(1) Diskriminierungsfreie Technikentwicklung und ‑gestaltung – u. a. zur Frage: Wie kann Geschlechtergerechtigkeit by Design aussehen?

(2) Geschlechtergerechte Förderung von Gründungen in der Digitalbranche – u. a. zur Frage: Wie lässt sich Hürden für Gründerinnen in der digitalen Wirtschaft in der Praxis begegnen?

(3) Gleichstellung in der Plattformarbeit – u. a. zur Frage: Wie versteckt sich Macht im algorithmischen Management und lässt sich Technologie mit Technologie schlagen?,

(4) Gleichstellung in der digitalisierten Arbeitswelt – u. a. zur Frage: Wie sichern Weiterbildung, Entgelttransparenz, Arbeitsbewertung und Auskunftsansprüche eine zukunftsfähige digitalisierte Wirtschaft?

(5) Geschlechtsbezogene digitale Gewalt – u. a. zur Frage: Wo liegen die Forschungslücken bei digitaler Gewalt und was sind geeignete Ansätze für Schutzstrategien?

Dokumentation

In der nun vorliegenden Dokumentation sind Kernbotschaften und Ergebnisse der Veranstaltungsreihe festgehalten. Die dafür zum Download bereitstehende Online-Broschüre versteht sich als Impuls für alle, die in unterschiedlichen Kontexten zum Thema geschlechtergerechte Digitalisierung arbeiten.

Hier geht’s zur Online-Broschüre der Veranstaltungsreihe.

Möglich wurde die Reihe dank der finanziellen Förderung durch das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die durchführenden Organisation waren die EAF Berlin, das Harriet Taylor Mill-Institut und die Geschäftsstelle Dritter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung.