Schritte zu einer geschlechtergerechten Haushaltspolitik nehmen
Quelle: Zweiter Gleichstellungsbericht, Kapitel D.IV.2, S. 231 f.
Steckbrief
Adressat*innen
- Bundesregierung
Gleichstellungsbericht
Zweiter Gleichstellungsbericht, Kapitel D.IV.2, S. 231 f.
Themenfelder
- Geld
- Macht
Eine gleichstellungsorientierte Haushaltsführung, das sogenannte „Gender Budgeting“, für den Bundeshaushalt als Ganzes fehlt und sollte als finanzpolitisches Instrument des Leitprinzips Gleichstellung schrittweise eingeführt werden. Wie diese Empfehlung in Deutschland konkret umgesetzt werden könnte, beschreibt z. B. eine Machbarkeitsstudie von Färber et al. Ebenfalls kann die Umsetzung von Gender Budgeting im Rahmen einer wirkungsorientierten Haushaltssteuerung, wie sie in Österreich erfolgt, hierfür Impulse geben. Auf dem Weg zu einem Gender Budgeting könnte ein „Gender-Check“ nach Vorbild des „Jugend-Checks“ einführt werden. Die Entwicklung eines „Jugend-Checks“ ist eine Forderung aus dem Koalitionsvertrag, die in dieser Legislaturperiode realisiert werden soll; es geht darum, alle Maßnahmen auf ihre Vereinbarkeit mit den Interessen der jungen Generation hin zu überprüfen.