Plattformisierung sozialer und haushaltsnaher Dienstleistungen regulieren

Quelle: Zweiter Gleichstellungsbericht, Kapitel D.I.2.b, S. 218
Steckbrief
Adressat*innen
  • Gesetzgebende
  • Plattformen
Gleichstellungsbericht

Zweiter Gleichstellungsbericht, Kapitel D.I.2.b, S. 218

Themenfelder
  • Arbeit
  • Digitalisierung

Wenn das Ziel einer Aufwertung von SAHGE-Tätigkeiten nachhaltig und langfristig erfolgreich vorangebracht werden soll, bedarf es geeigneter Maßnahmen, die auch digitale Plattformen in diesem Bereich erfassen. Die hierzu vorgeschlagenen Maßnahmen einer Zertifizierung und eines Gutscheinsystems könnten die Arbeitsbedingungen für die über Plattformen vermittelten Beschäftigten verbessern. Sie könnten darüber hinaus auch Transparenz bezüglich der unterschiedlichen Qualität von Plattformunternehmen schaffen und zu ihrer Verbesserung beitragen. Darüber hinaus müssen Wettbewerbsvorteile minimiert werden, die beim Geschäftsmodell Soloselbstständigkeit durch die Externalisierung von Kosten (zum Beispiel Sozialversicherung, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall) entstehen. So kann die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in diesem Bereich mehr Chancen bekommen.

Eine spezifische Anforderung an die digitale Organisation sozialer und haushaltsnaher Dienstleistungen ist die Information der Beschäftigten und der auftraggebenden Haushalte. Die Sachverständigenkommission empfiehlt den digitalen Plattformen im Sinne des Verbraucherschutzes, sowohl die Beschäftigten als auch die Haushalte, in denen sie arbeiten, besser über die jeweiligen Rechte und Pflichten zu informieren.