Mobiles Arbeiten ermöglichen und regulieren

Quelle: Zweiter Gleichstellungsbericht, Kapitel D.I.1, S. 216
Steckbrief
Adressat*innen
  • Gesetzgebende
  • Öffentliche Arbeitgebende
  • Tarifpartner
  • Unternehmen
Gleichstellungsbericht

Zweiter Gleichstellungsbericht, Kapitel D.I.1, S. 216

Themenfelder
  • Arbeit
  • Digitalisierung

Die technologische Entwicklung hat die Möglichkeiten für mobiles Arbeiten verbessert. Ein von der Arbeitsstätte unabhängiges, zeitversetztes oder zeitgleiches Lernen und Arbeiten mit anderen jenseits klassischer Bürostunden verspricht für die Unternehmen höhere Produktivität, mehr Transparenz der Arbeitsabläufe und geringere Miet- und Energiekosten. Die Beschäftigten wiederum erhoffen sich vor allem erweiterte Spielräume für eine ausgewogene Balance zwischen Erwerbs- und Sorgearbeit. Das gilt vor allem für Frauen, die unbezahlte Haus- sowie Sorgearbeit für Kinder und pflegebedürftige Angehörige leisten und mitunter in mobiler Arbeit und Homeoffice den Königsweg zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehen.

Die räumliche und zeitliche Entgrenzung birgt aber neben neuen Chancen auch Risiken, wie etwa gesundheitliche Risiken durch ständige Erreichbarkeit und Überlastung. Deshalb sind gesetzliche, tarifliche und betriebliche Maßnahmen erforderlich, die mobiles Arbeiten so garantieren und gewährleisten, dass die Gefahren der Entgrenzung von Arbeit, die Gleichstellung zu erschweren drohen, gemindert werden.