Geschlechtergerechte Pflegeinfrastrukturen schaffen: Weitere Stärkung der Kompetenzen professionell Pflegender
Quelle: Zweiter Gleichstellungsbericht, Kapitel C.VI.1.d, S. 167 f.
Steckbrief
Adressat*innen
- Bundesregierung
Gleichstellungsbericht
Zweiter Gleichstellungsbericht, Kapitel C.VI.1.d, S. 167 f.
Themenfelder
- Bildung/Wissen
- Gesundheit
Die Sachverständigenkommission empfiehlt, die Gender-, Diversitäts- und interkulutrelle Kompetenz des Pflegepersonals weiter zu stärken, um die Persönlichkeiten der zu Pflegenden besser anzuerkennen. In Rahmenlehrplänen der Bundesländer und in Ausbildungsplänen von Betrieben und Einrichtungen sind Genderaspekte teilweise bereits enthalten. Interkulturelle und Genderkompetenz sollten verpflichtend in den Curricula verankert werden, unter Einbeziehung von Wissensvermittlung, aber ebenso reflexiver Elemente.
Das „Servicenetzwerk Altenpflegeausbildung“ hat Handlungsempfehlungen für eine geschlechtergerechte und geschlechtssensible Altenpflegeausbildung für Schule und Betrieb zusammengestellt. Für Pflegestudiengänge empfiehlt die Handreichung „Geschlechtergerechte Akkreditierung und Qualitätssicherung“ Geschlechterfragen als Querschnittsthema in die einzelne Module einzubeziehen.
Für eine Angleichung der Qualität sollte auch das Thema interkulturelle Kompetenz in die Rahmenlehrpläne der Länder aufgenommen werden. Als Orientierung wird auf das „Handbuch für eine kultursensible Altenpflegeausbildung“ verwiesen. Auch zur fachlichen Berücksichtigung der Situation und der Bedürfnisse von LSBTIQ*-Pflegebedürftigen liegen erste Erfahrungen und Empfehlungen vor. In die geplante „Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Pflegeberuf“ sollte Genderkompetenz, interkulturelle und Diversitätskompetenz einbezogen werden.