Familien- und Gleichstellungspolitik an beide Geschlechter adressieren
Quelle: Erster Gleichstellungsbericht, Kapitel 5.10.9, S. 158 f.
Steckbrief
Adressat*innen
- Bildungssektor
- Gesellschaftliche Akteure
- Gesetzgebende
- Unternehmen
Gleichstellungsbericht
Erster Gleichstellungsbericht, Kapitel 5.10.9, S. 158 f.
Themenfelder
- Macht
Ziel ist es, Ressentiments und Vorbehalte gegenüber Frauen in der Erwerbsarbeit und Männern in Haushalts- und Fürsorgetätigkeiten abzubauen. Dafür ist Folgendes erforderlich:
- Politik, Unternehmen, Bildungsinstitutionen und sonstige gesellschaftliche Akteure sind gleichermaßen gefordert, einen Geschlechterrollenpluralismus zu befördern.
- Traditionelle Männlichkeitskonstruktionen sind zu hinterfragen und andere „Männerrollen“ in die gesellschaftliche Normalität zu überführen.
- Frauen sind zu ermutigen, Haus- und Fürsorgearbeit stärker aus der Hand zu geben und diese egalitärer als bisher mit dem Partner zu teilen.
Familienpolitische Maßnahmen sollten grundsätzlich darauf abzielen, die partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zu befördern und die Bedürfnisse von Frauen (und Männern) in unterschiedlichen Lebenslagen zu reflektieren.
Die Kommission empfiehlt konkret,
- die Verlängerung der Partnermonate sowie die Möglichkeit der gleichzeitigen Inanspruchnahme des Elterngeldes beider Eltern und der Kombination mit Teilzeitarbeit,
- die Fortführung und Evaluat von Maßnahmen zur Förderung von Alleinerziehenden.
Der Abbau von Rollenstereotypen ist jedoch auch im Hinblick auf die beruflichen und persönlichen Entwicklungschancen solcher Frauen (und Männer) zentral, die kinderlos sind und/oder in nicht-traditionellen Lebensformen leben.