25.02.2026 | Online Lecture: Gender Equality Policy in Germany – How Gender Research leads to Gender Equality

Datum: Mittwoch, 25. Februar 2026, 17 Uhr
Ort: online
Veranstalterin: Pettenkofer School of Public Health der LMU München


Der Lehrstuhl für Public Health and Health Services Research bietet im Wintersemester 2025/26 erstmals die Online-Vorlesungsreihe „Sex and Gender in Public Health and Medicine“ an.

Sie vermittelt eine interdisziplinäre Einführung in zentrale Konzepte, Fragestellungen und methodische Ansätze der geschlechtersensiblen Gesundheitsforschung. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Zusammenspiel von biologischem und sozialem Geschlecht (Sex und Gender) und weiteren Dimensionen sozialer Ungleichheit in Bezug auf Gesundheit, Krankheit und medizinische Versorgung.

Dr. Katharina Jacke, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Bereiches Gleichstellungsberichte, ist am Mittwoch, dem 25. Februar, mit ihrem Vortrag „Gender Equality Policy in Germany – How Gender Research leads to Gender Equality“ Teil der Reihe und gibt Einblicke in die Rolle der Geschlechterforschung für Gleichstellungspolitiken in Deutschland.


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Fachforum „Zukunft braucht neue Räume – wie Regionalplanung weibliches Engagement stärkt“

Antifeministische Angriffe nehmen zu: 2024 wurden in Deutschland mehr als zehn gegen Frauen gerichtete Vorfälle pro Woche dokumentiert – von Bedrohungen über Sachbeschädigungen bis hin zu Gewalt. Frauen sollen durch solche Angriffe mundtot und unsichtbar gemacht werden. Vor allem durch Shitstorms und sexistische Posts und Kommentare.

Diese Entwicklung setzt zivilgesellschaftliches Engagement zunehmend unter Druck, insbesondere weibliches Ehrenamt. Wie können Räume geschaffen und gesichert werden, die Frauen stärken statt abzuschrecken? Und welche Rolle spielen Kommunen, Zivilgesellschaft und Politik dabei, sichere und frei zugängliche Ort für Frauen zu erhalten und weiterzuentwickeln, da gerade in ländlichen Regionen oft Rückzugsräume und Unterstützungsstrukturen fehlen?

Diese Herausforderung stand im Mittelpunkt einer Diskussion auf dem 19. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung, zu der der Bereich Gleichstellungsberichte der Bundesstiftung Gleichstellung, die BAG kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen sowie der Deutsche Landfrauenverband (dlv) eingeladen hatten.

Deutlich wurde: Antifeminismus ist kein Randphänomen, sondern wirkt gezielt in demokratische Strukturen hinein. Darauf wies Sabine Herberth, Leiterin der Fachstelle für Gender, GMF und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung, hin. Antifeminismus sei keine Kritik an einzelnen feministischen Positionen, sondern eine politische Haltung und Mobilisierungsstrategie, die Gleichstellung, sexuelle Selbstbestimmung und Vielfalt delegitimiert.

Den wissenschaftlichen Blick ergänzte Prof. Dr. Brigitte Wotha, Sachverständige für den Vierten Gleichstellungsbericht. Sie stellte Ergebnisse aus dem Vierten Gleichstellungsbericht „Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation“ vor und verwies auf erfolgreiche Beispiele geschlechtergerechter Regionalentwicklung, in denen multifunktionale Räume kürzere Wege ermöglichen, die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit verbessern und Vernetzung sowie Mitgestaltung stärken.

Auf dem Podium diskutierten Petra Bentkämper, Präsidentin des dlv, Anna Drosdowska, Vorständin von Wir Sind Fella e. V., Elke Quandt, kommunalpolitische Multiplikatorin des Projekts Frauen.Vielfalt.Politik, sowie Prof. Dr. Brigitte Wotha. Moderiert wurde die Veranstaltung von Katja Henze, Bundessprecherin der BAG, und Sarah Koops, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des dlv.

Klarer Appell an die Politik: Verlässliche Finanzierung, ausreichende Zeitressourcen und Gleichstellung als verbindliche Querschnittsaufgabe sind Voraussetzung dafür, dass weibliches Engagement – gerade im ländlichen Raum – wirksam und sichtbar bleibt.


Die Aufzeichnung des Fachforums „Zukunft braucht neue Räume – wie Regionalplanung weibliches Engagement stärkt“ ist demnächst online abrufbar: www.zukunftsforum-laendliche-entwicklung.de.

 

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19. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

LAND: Raum für Zukunft

Datum: Mittwoch, 21. Januar 2026, 12-18:30 Uhr / Donnerstag, 22. Januar 2026, 8:30-14:45 Uhr
Ort: City Cube Berlin, Messedamm 26, 14055 Berlin
Veranstalterin: Bundesministerium für Landschaft, Ernährung und Heimat


 

Mit dem Zukunftsforum Ländliche Entwicklung bietet das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) seit 2008 eine Plattform für Diskussion, Austausch und Vernetzung.

Das 19. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung im Januar 2026 widmete sich dem Thema: Flächen und Gebäude in ländlichen Räumen klug nutzen – Heimat gemeinsam gestalten. In 31 Fachforen und einem Markt der Möglichkeiten ging es darum, wie ländliche Räume attraktiv und zukunftsfähig gestaltet werden können.


 

Auch wir waren dabei: Gemeinsam mit dem Deutschen LandFrauenverband e.V. (dlv) und der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) gestalteten wir ein Fachforum mit dem Titel:

„Zukunft braucht neue Räume – wie Regionalplanung weibliches Engagement stärkt“

Wann: 22. Januar 2026, 11:15 – 12:45

Teaser: Wie können ländliche Regionalentwicklung und lokale Akteurinnen und Akteure gemeinsam Ermöglichungsräume für weibliches Engagement und Teilhabe stärken? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Fachforums. Dabei wurden Perspektiven aus Regionalentwicklung, Gleichstellungspolitik und zivilgesellschaftlichem Engagement zusammengedacht. Denn wachsende antifeministische Tendenzen schwächen weibliches Engagement zunehmend – insbesondere in Politik und Ehrenamt.

Vor dem Hintergrund des Vierten Gleichstellungsberichtes der Bundesregierung mit dem Titel „Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation” wurden raumplanerische Potenziale diskutiert . In zwei einführenden Keynotes wurden zunächst die Ergebnisse aus dem Gleichstellungsbericht sowie die aktuellen Herausforderungen für weibliches Engagement in ländlichen Räumen skizziert. Anschließend wurden Erfahrungen und Best Practices mit den Teilnehmenden vor Ort sowie verschiedenen Podiumsgästen aus Wissenschaft und Praxis diskutiert. Ziel war es, zu zeigen, wie aus raumplanerischen Erkenntnissen gelebte Räume der Gleichstellung werden können.

Referent*innen:

Impulse:

  • Sabine Herberth, Amadeu Antonio Stiftung, Fachstelle für Gender, GMF und Rechtsextremismus
  • Dr. Brigitte Wotha, Mitglied der Sachverständigenkommission für den Vierten Gleichstellungsbericht

Podium:

  • Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes
  • Anna Drosdowska, Vorständin Wir sind Fella e.V.
  • Elke Quandt, Kommunalpolitische Multiplikatorin des Projekts „Frauen. Vielfalt. Politik“
  • Dr. Brigitte Wotha, Mitglied der Sachverständigenkommission für den Vierten Gleichstellungsbericht

Moderation:

  • Katja Henze, Bundesprecherin BAG kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen
  • Jutta Kuhles, Präsidium Deutscher LandFrauenverband

Die Aufzeichnung des Fachforums „Zukunft braucht neue Räume – wie Regionalplanung weibliches Engagement stärkt“ ist demnächst online abrufbar: www.zukunftsforum-laendliche-entwicklung.de.

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Jetzt NEU: Der Vierte Gleichstellungs-Bericht in Leichter Sprache

Der Vierte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung zeigt, was die Politik tun muss, um den Wandel zu mehr Klimaschutz und Klimaanpassung für alle Menschen gerecht zu gestalten.

Die neue Broschüre greift alle Themen des Gutachtens in Leichter Sprache auf und stellt die zentralen Ergebnisse vor. Die Themen sind: Landwirtschaft, Planung der Städte, Verkehrsplanung, Wohnen, Ernährung, Zeit, weniger Dinge wegwerfen, Gesundheit, Arbeitsmarkt, Geld für Klimaschutz und Gleichstellung sowie Energie. Die Broschüre zeigt, warum das Thema für Geschlechtergerechtigkeit wichtig ist und untermalt die Themen mit anschaulichen Bildern.

Die Broschüre trägt so dazu bei, die wichtigen Themen des Gutachtens „Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation“ für alle Menschen zugänglich zu machen.

 

 

 

 

Hier geht es zum Bericht in Leichter Sprache Hier geht es zur Unterseite „Leichte Sprache“

Jetzt NEU: Kurzfassung des Vierten Gleichstellungsberichts

Der Vierte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung „Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation“ befasst sich mit einem hoch aktuellen Thema: nämlich damit, wie die sozial-ökologische Transformation geschlechtergerecht gestaltet werden kann.

Die neue Kurzfassung des Vierten Gleichstellungsberichts gibt die wesentlichen Inhalte des Gutachtens der Sachverständigen in kompakter Form wieder. Ziel der Kurzfassung ist es, in die Relevanz des Themas einzuführen und einen Einblick in gleichstellungsrelevante Aspekte der im Gutachten untersuchten Handlungsfelder und Handlungsempfehlungen zu geben.

Die Broschüre steht hier zum Download zur Verfügung. Sie können bei uns auch eine gedruckte Version der Kurzfassung bestellen. Senden Sie dazu bitte eine E-Mail an gleichstellungsbericht@bundesstiftung-gleichstellung.de.

 

Webinar – Caring Cities – Caring Communities

6. Webinar des GenderArchland-Netzwerk: Caring Cities – Caring Communities aus räumlicher Sicht – Teil 2

Datum: Montag, 24. November 2025, 17:00 bis 19:15 Uhr
Ort: Online
Veranstalterin: GenderArchland

Die Veranstatung wurde in Fortsetzung des 4. Webinars vom November 2024 zum Thema „Caring Cities – Caring Communities aus räumlicher Sicht“ durchgeführt. Es fand am 24. November 2025 von 17:00 bis 19:15 Uhr statt.

Diesmal stand die räumliche Perspektive ebenso wie die planerische Umsetzung des Caring Konzepts im Mittelpunkt. Nach einer kurzen Einführung von Barbara Zibell ins Thema „Care-Arbeit räumlich denken“ referierten:

  1. Francesca Göppner und Doris Damyanovic aus der Masterthesis  „What makes a Caring City?“ zum Fallbeispiel Stadterweiterung Wien Aspern
  2. Anne Keiffenheim und Sarah Bauer aus ihrer Masterthesis  „Die emanzipierte Stadt – (k)eine Utopie?“ zum Fallbeispiel City Center Leverkusen
  3. Ines Lüder aus ihrem Seminar an der HAWK  „Wege zur Caring City“ zum Fallbeispiel Stadtquartiere in Hildesheim

Fachtagung des BMBFSFJ zum Vierten Gleichstellungsbericht

Was haben Politikfelder wie Energieerzeugung, Bauen und Wohnen, Mobilität, Stadtplanung, Ernährung, Landwirtschaft oder Gesundheit mit Geschlecht zu tun? Wie können angesichts des Klimawandels dringend notwendige ökologische und gesellschaftliche Veränderungen geschlechtergerecht realisiert werden?

Darüber diskutierten am 17. November über 100 Teilnehmende der Fachtagung zum Vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte zu dieser Tagung Expert*innen aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft in das Konferenzzentrum in der Mauerstraße nach Berlin eingeladen.

Eröffnet wurde die Tagung durch die Staatssekretärin im BMBFSJ, Dr. Petra Bahr. Sie wies darauf hin, dass die sozial-ökologische Transformation unser Leben von Grund auf verändere. Das betreffe die Art und Weise, wie wir arbeiten, wie wir bauen und wohnen, wie wir uns fortbewegen und was wir essen. Dabei zeige der Vierte Gleichstellungsbericht, dass jeder Aspekt der Klimakrise, jeder Baustein der sozial-ökologischen Transformation geschlechterrelevant ist. Ein Beispiel dafür sei die Verkehrsplanung, die autogerechte Infrastrukturen und Wege zur Arbeit bevorzugt, aber Eltern bei ihren Rad- oder Fußwegen vernachlässigt.

„Mit der sozial-ökologischen Transformation widmet sich der Vierte Gleichstellungsbericht einem wichtigen Zukunftsthema. Der Klimawandel trifft Frauen, einkommensarme und andere strukturell benachteiligte Menschen besonders hart. Der Bericht zeigt: alle Politikfelder brauchen einen schärferen Blick auf Gleichstellungsfragen. Nur so sind gerechte Chancen, gleiche Zugänge zur Verbesserung der Lebenslage und faire Teilhabe mehr als ein Lippenbekenntnis. Der Vierte Gleichstellungsbericht gibt gute Hinweise darauf, was auf dem Weg dahin schon erreicht und was noch zu tun ist.“ – Dr. Petra Bahr 

Dr. Ulrike Spangenberg, Leiterin des Bereichs Gleichstellungsberichte in der Bundesstiftung Gleichstellung, führte in einem Keynote-Vortrag in den Vierten Gleichstellungsbericht ein. Sie stellte die besondere Rolle und Verantwortung des Staates für gleichstellungsorientierte sozial-ökologische Transformationsprozesse heraus. Die im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung der Geschlechter, das Sozialstaatsprinzip und die Verpflichtung des Staates, die Klimaziele einzuhalten, verpflichte den Staat, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu gehöre zum Beispiel ein klimafreundlicher und bedarfsgerechter öffentlicher Nahverkehr oder aber gleichstellungsgerechte Förderprogramme für Sanierungen im Gebäudebestand.

„Um die Klimaziele einzuhalten, ist ein Wandel unserer Lebens- und Wirtschaftsweisen erforderlich. Die Verantwortung dafür darf jedoch nicht individualisiert werden. Vielmehr ist der Staat gefordert und verfassungsrechtlich verpflichtet, für strukturelle Rahmenbedingungen zu sorgen, die allen Menschen, unabhängig vom Geschlecht, Alter oder Einkommen ein klimafreundliches Verhalten ermöglichen.“ – Dr. Ulrike Spangenberg

In insgesamt zehn Workshops wurden die einzelnen Handlungsfelder und zahlreiche Handlungsempfehlungen des Vierten Gleichstellungsberichts diskutiert. Zum Beispiel die Einführung eines Bundesmobilitätsgesetzes, das Klimaschutz und Geschlechtergerechtigkeit als wesentliche Ziele berücksichtigt oder regionale Projekte zur Kreislaufwirtschaft, die direkt an den Alltagserfahrungen der Menschen ansetzen. Zudem wurde das Instrument des Gleichstellungs-Checks anhand des Klimaanpassungsgesetzes vorgestellt und es ging darum, wie Kommunen geschlechtersensibel zur Energiewende beraten können.

Thema des abschließenden Podiums war die Transformation des Arbeitsmarktes mit Blick auf Geschlechterverhältnisse und Klimawandel. Dr. Peter Bleses vom Institut Arbeit und Wirtschaft der Universität und Arbeitnehmerkammer Bremen und Mitglied in der Sachverständigenkommission des Vierten Gleichstellungsbericht, Monika von Palubicki vom Deutschen Frauenrat, Olivia Trager von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und Anja Weusthoff von den DGB-Frauen diskutierten über Arbeitsplatzverluste in der Industrie, die Aufwertung von Dienstleistungsberufen, Arbeitszeitverkürzungen und Tarifbindung

Wir danken allen Mitwirkenden für die gelungene Veranstaltung.

 

Link zur Aktuelles-Meldung des BMBFSFJ.

Link zum Programm der Fachtagung.

Link zu den Präsentationen der Fachtagung.

Gleichstellung im Arbeitsmarkt: Herausforderungen der sozial-ökologischen Transformation | WSI-Blog

Eine gerechte Transformation gelingt nur, wenn soziale Dienstleistungen gestärkt und ihre Arbeitsbedingungen verbessert werden.

Die sozial-ökologische Transformation ist eine doppelte Herausforderung: Einerseits muss der ökologische Umbau insgesamt realisiert werden, zudem muss dieser Umbau sozial gerecht gestaltet werden. Dabei ist die Geschlechtergerechtigkeit eine zentrale Dimension.

In ihrem Beitrag für den Blog des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) analysieren die Sachverständigen für den Vierten Gleichstellungsbericht Dr. Silke Bothfeld und Dr. Peter Bleses die Herausforderungen der sozial-ökologischen Transformation und verdeutlichen die zentrale Bedeutung des Arbeitsmarktes – insbesondere der sozialen Dienstleistungen.

„Der Arbeitsmarkt ist einer der Dreh- und Angelpunkte für das Gelingen einer (geschlechter-)gerechten ökologischen Transformation. Neben den großen Fragen, wie wir unseren Ressourcen- und Energieverbrauch neu justieren können, müssen wir auch Lösungen entwickeln, wie wir die Folgen dieses – nach der Mechanisierung, Industrialisierung und der Automatisierung und Digitalisierung erneuten – strukturellen Wandels des Arbeitsmarkts gestalten wollen. Im Sachverständigengutachten zum Vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung haben wir die Folgen der sozial-ökologischen Transformation für das Geschlechterverhältnis im deutschen Arbeitsmarkt untersucht. Unsere Erkenntnis: Wollen wir Gleichheit und Gerechtigkeit stärken, müssen wir sehr viel ‚tiefer‘ ansetzen, als wir uns bislang vorgestellt haben.“

 

Hier geht es zum Artikel auf der Webseite des WSI.

 

LABOR.A® 2025 – Geschlechtergerechte sozial-ökologische Transformation auf dem Arbeitsmarkt geht anders

Session auf der LABOR.A® 2025

Auf der diesjährigen LABOR.A® am 01.10.2025 nahm der Bereich Gleichstellungsberichte der Bundesstiftung Gleichstellung mit einer eigenen Session unter dem Titel „Geschlechtergerechte sozial-ökologische Transformation auf dem Arbeitsmarkt geht anders“.

Das Video der Session ist nun online auf der Seite der LABOR.A® abzurufen.

Teaser: Der Vierte Gleichstellungsbericht sieht die Gefahr, dass geschlechterbezogene strukturelle Ungleichheiten durch industrie- und technikzentrierte Transformationsstrategien verschärft werden. Im Fokus öffentlicher Debatten und staatlicher Maßnahmen stehen in erster Linie männerdominierte Branchen, wie die Strom-, Stahl- oder Automobilindustrie. Auswirkungen auf die Gleichstellung der Geschlechter in der Belegschaft werden kaum berücksichtigt. Soziale, oft frauendominierte, Dienstleistungen, etwa im Bereich von Bildung und Erziehung werden oft ganz vernachlässigt.

Wir nennen konkrete Gestaltungsansätze, wie wir aus einem verengten in ein weites Transformationsverständnis kommen: Gleichstellungsorientierte Ziele werden integraler Bestandteil der Umstellungsprozesse in emissionsintensiven Wirtschaftsbereichen. Gesellschaftlich notwendige Dienstleistungen werden als Game Changer anerkannt, weil Bildung, Erziehung und Soziales erst die Voraussetzungen für eine gelingende Transformation schaffen.

Referentinnen: Dr. Dorothea Voss, wissenschaftliche Leiterin am Institut Arbeit und Qualifikation; Dr. Zeynep Nettekoven, Dozentin für Wirtschaftswissenschaften an der Europäischen Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt am Main; Stefanie Geyer, Ressortleiterin Frauen und Gleichstellung IG Metall

Moderatorin: Dr. Ulrike Spangenberg, Leitung Bereich Gleichstellungsberichte der Bundesstiftung Gleichstellung

Zu weiteren Informationen auf der Webseite der LABOR.A® 2025.