10.06.2026 | Zukunft gerecht gestalten: Gleichstellung in der Transformation
Impulse aus dem Vierten Gleichstellungsbericht „Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation“ – Perspektiven für eine gerechte Mobilität im Saarland
Der Vierte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung macht deutlich, dass die sozial‑ökologische Transformation nicht geschlechtsneutral verläuft. Sie beeinflusst Lebensrealitäten, Chancen und Belastungen von Frauen und Männern unterschiedlich. Gleichstellung wird damit zu einer zentralen Voraussetzung für eine sozial gerechte Transformation. Besonders sichtbar ist dies im Bereich Mobilität. Viele Alltagswege – etwa für Kinderbetreuung, Pflege oder berufliche Teilhabe – werden überwiegend von Frauen organisiert. Ein dauerhaft guter Zugang zu Mobilität entscheidet daher maßgeblich über Zeitressourcen, Teilhabe und Chancen. Mobilität ist somit nicht nur eine Frage von Umwelt und Infrastruktur, sondern auch der Gleichstellung.
Mit flitsaar, dem neuen On-Demand-Verkehrsangebot des Umweltministeriums, gibt es ein innovatives Mobilitätssystem, das passgenau dort startet, wo klassische ÖPNV-Strukturen im ländlichen Raum an Grenzen stoßen. Hier knüpft das IZES Projekt Saarmila an: Es untersucht, wie bedarfsgesteuerte Verkehre die gesellschaftliche Teilhabe verbessern können – insbesondere für Menschen, die Sorgearbeit leisten. Darüber hinaus verfolgt das Projekt weitere gleichstellungspolitische Ziele und ist ein wichtiger Bestandteil der saarländischen Landesgleichstellungsstrategie.
Die Veranstaltung stellt zentrale Ergebnisse des Vierten Gleichstellungsberichts vor und diskutiert, wie Gleichstellung und Transformation konkret zusammen gedacht und umgesetzt werden können.
Die Sachverständige Ulrike Röhr wird den Vierten Gleichstellungsbericht vorstellen und an der Podiumsdiskussion teilnehmen.