Caring Cities beim diesjährigen UN-Nachhaltigkeitsforum – #HLPF2026
Wie sieht eine Stadt aus, die sich um ihre Menschen kümmert? Darum ging es am 8. Juli beim Side-Event „Rethinking Cities Through Care: People, Planet and the 2030 Agenda“ auf dem HLPF 2026 (Hochrangiges Politisches Forum zu nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen) in New York.
Die Organisation „Make Mothers Matter“ brachte als Veranstalterin internationale Expert*innen zusammen. Gemeinsam diskutierten sie das Konzept der Caring Cities – einer sorgenden Stadt – und stellten zahlreiche Projekte aus der Praxis vor.
Das Programm „Reclaiming Streets“ in der Marmara-Region der Türkei steht zum Beispiel für Straßen, die nicht autozentriert, sondern fußgänger- und kinderfreundlich sind. Dadurch wird der öffentliche Raum sicherer und sauberer. Das hat auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit. In der Marmara-Region wurden seit 2022 insgesamt 20 Straßen in sechs Städten für die Bedürfnisse von Fußgänger*innen und Kindern umgestaltet.
Die Praxisprojekte zeigten: Das Know-How für eine sorgezentrierte Stadt- und Raumplanung ist da. Was es mehr braucht, ist Austausch und Zusammenarbeit, um die Bedarfe von Sorgeleistenden, Kindern, älteren Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen in den Kommunen zu berücksichtigen. Vor allem braucht es eine Politik, die diese Bedarfe in den Mittelpunkt stellt.
Auch die Sachverständigenkommission des Vierten Gleichstellungsberichts empfiehlt, das Konzept der Caring Cities stärker in der deutschen Stadt- und Raumplanung zu verankern.
Weitere Infos zum Side-Event
Das UN-Nachhaltigkeitsforum
In New York tagte zwischen dem 07. und 15. Juli das High Level Political Forum on Sustainable Development (Hochrangiges Politisches Forum zu nachhaltiger Entwicklung) der Vereinten Nationen, zuständig für die Überprüfung und Berichterstattung zur Umsetzung der Agenda 2030 und der darin vereinbarten 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs).
In diesem Jahr lag ein Schwerpunkt auf dem Nachhaltigkeitsziel 11, das darauf abzielt, inklusive, sichere, resiliente und nachhaltige Stadt- und Raumentwicklung umzusetzen.