Fachtagung des BMBFSFJ zum Vierten Gleichstellungsbericht
- Foto: Felix Zahn/photothek.de
- Rechte: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Was haben Politikfelder wie Energieerzeugung, Bauen und Wohnen, Mobilität, Stadtplanung, Ernährung, Landwirtschaft oder Gesundheit mit Geschlecht zu tun? Wie können angesichts des Klimawandels dringend notwendige ökologische und gesellschaftliche Veränderungen geschlechtergerecht realisiert werden?
Darüber diskutierten am 17. November über 100 Teilnehmende der Fachtagung zum Vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte zu dieser Tagung Expert*innen aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft in das Konferenzzentrum in der Mauerstraße nach Berlin eingeladen.
Eröffnet wurde die Tagung durch die Staatssekretärin im BMBFSJ, Dr. Petra Bahr. Sie wies darauf hin, dass die sozial-ökologische Transformation unser Leben von Grund auf verändere. Das betreffe die Art und Weise, wie wir arbeiten, wie wir bauen und wohnen, wie wir uns fortbewegen und was wir essen. Dabei zeige der Vierte Gleichstellungsbericht, dass jeder Aspekt der Klimakrise, jeder Baustein der sozial-ökologischen Transformation geschlechterrelevant ist. Ein Beispiel dafür sei die Verkehrsplanung, die autogerechte Infrastrukturen und Wege zur Arbeit bevorzugt, aber Eltern bei ihren Rad- oder Fußwegen vernachlässigt.
„Mit der sozial-ökologischen Transformation widmet sich der Vierte Gleichstellungsbericht einem wichtigen Zukunftsthema. Der Klimawandel trifft Frauen, einkommensarme und andere strukturell benachteiligte Menschen besonders hart. Der Bericht zeigt: alle Politikfelder brauchen einen schärferen Blick auf Gleichstellungsfragen. Nur so sind gerechte Chancen, gleiche Zugänge zur Verbesserung der Lebenslage und faire Teilhabe mehr als ein Lippenbekenntnis. Der Vierte Gleichstellungsbericht gibt gute Hinweise darauf, was auf dem Weg dahin schon erreicht und was noch zu tun ist.“ – Dr. Petra Bahr
Dr. Ulrike Spangenberg, Leiterin des Bereichs Gleichstellungsberichte in der Bundesstiftung Gleichstellung, führte in einem Keynote-Vortrag in den Vierten Gleichstellungsbericht ein. Sie stellte die besondere Rolle und Verantwortung des Staates für gleichstellungsorientierte sozial-ökologische Transformationsprozesse heraus. Die im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung der Geschlechter, das Sozialstaatsprinzip und die Verpflichtung des Staates, die Klimaziele einzuhalten, verpflichte den Staat, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu gehöre zum Beispiel ein klimafreundlicher und bedarfsgerechter öffentlicher Nahverkehr oder aber gleichstellungsgerechte Förderprogramme für Sanierungen im Gebäudebestand.
„Um die Klimaziele einzuhalten, ist ein Wandel unserer Lebens- und Wirtschaftsweisen erforderlich. Die Verantwortung dafür darf jedoch nicht individualisiert werden. Vielmehr ist der Staat gefordert und verfassungsrechtlich verpflichtet, für strukturelle Rahmenbedingungen zu sorgen, die allen Menschen, unabhängig vom Geschlecht, Alter oder Einkommen ein klimafreundliches Verhalten ermöglichen.“ – Dr. Ulrike Spangenberg
In insgesamt zehn Workshops wurden die einzelnen Handlungsfelder und zahlreiche Handlungsempfehlungen des Vierten Gleichstellungsberichts diskutiert. Zum Beispiel die Einführung eines Bundesmobilitätsgesetzes, das Klimaschutz und Geschlechtergerechtigkeit als wesentliche Ziele berücksichtigt oder regionale Projekte zur Kreislaufwirtschaft, die direkt an den Alltagserfahrungen der Menschen ansetzen. Zudem wurde das Instrument des Gleichstellungs-Checks anhand des Klimaanpassungsgesetzes vorgestellt und es ging darum, wie Kommunen geschlechtersensibel zur Energiewende beraten können.
Thema des abschließenden Podiums war die Transformation des Arbeitsmarktes mit Blick auf Geschlechterverhältnisse und Klimawandel. Dr. Peter Bleses vom Institut Arbeit und Wirtschaft der Universität und Arbeitnehmerkammer Bremen und Mitglied in der Sachverständigenkommission des Vierten Gleichstellungsbericht, Monika von Palubicki vom Deutschen Frauenrat, Olivia Trager von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und Anja Weusthoff von den DGB-Frauen diskutierten über Arbeitsplatzverluste in der Industrie, die Aufwertung von Dienstleistungsberufen, Arbeitszeitverkürzungen und Tarifbindung
Wir danken allen Mitwirkenden für die gelungene Veranstaltung.
Link zur Aktuelles-Meldung des BMBFSFJ.