Veranstaltungsreihe: Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten
Digitalisierung muss geschlechtergerecht gestaltet werden, das hat der Dritte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung gezeigt. Was muss jetzt konkret passieren?
Das Gutachten deckt eine ganze Bandbreite von Problemfelder auf. Die dazugehörige Stellungnahme der Bundesregierung hat verdeutlicht, dass den über 100 im Gutachten festgehaltenen Handlungsempfehlungen weitere (struktur-)politische, aber auch wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Schritte jetzt folgen müssen.
Dazu wollten wir die Handlungsempfehlungen vertieft mit Vertreter*innen aus der Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutieren und anwendungsorientiert weiterentwickeln. Gemeinsame Forderungen sollten an die (politische) Entscheider*innen formuliert werden, um eine geschlechtergerechte Digitalisierung jetzt umzusetzen.
Die EAF Berlin lud hierzu mit ihren Kooperationspartner*innen, dem Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin sowie der Geschäftsstelle Dritter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung am Institut für Soziale Arbeit und Sozialpädagogik e.V. ein.
10. September 2021 von 10 bis 13 Uhr | Online ONLINE KICK-OFF: Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten
Die Kick-Off Veranstaltung bildete den Auftakt für die Veranstaltungsreihe mit ihren themendifferenzierten Roundtables, die dann bis Januar 2022 stattfanden. Wir diskutierten anhand folgender Leitfragen : Welche Handlungsempfehlungen sollten für eine zeitnahe Umsetzung in den Roundtables vertieft diskutiert werden? Welche Aufgaben müssen in der nächsten Legislaturperiode dringend für eine geschlechtergerechte Digitalisierung erledigt werden? Welche weiteren Handlungsempfehlungen sind nötig? Welche Akteur*innen sind gefragt, um diese Handlungsempfehlungen Realität werden zu lassen?
ONLINE Roundtables von Oktober 2021 bis Januar 2022
Im Anschluss an die Kick-Off Veranstaltung fanden in den kommenden Monaten themenspezifische Online-Fachforen, sogenannte Roundtables, statt.
Die Roundtables diskutierten zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Sie verstehen sich als runde Tische, bei denen die beteiligten Akteur*innen die Erkenntnisse des Dritten Gleichstellungsberichts diskutierten, die darin aufgeführten Handlungsempfehlungen weiterentwickelten und weitere Schritte definierteen. Die Veranstaltungsreihe sollte explizit nicht dazu dienen, die Problemfokussierung zu wiederholen, sie sollte ins praxisnahe Gestalten der geschlechtergerechten Digitalisierung übergehen. Gemeinsame Forderungen sollteen an die (politische) Entscheider*innen formuliert und in Form einer Dokumentation festgehalten werden.
Folgende Roundtables fanden bis Januar 2022 statt:
- 11.11.2021 – Roundtable 1: Diskriminierungsfreie Technikentwicklung und -gestaltung
- 24.11.2021 – Roundtable 2: Geschlechtergerechte Förderung von Gründungen in der Digitalbranche
- 07.12.2021 – Roundtable 3: Gleichstellung in der Plattformarbeit
- 14.12.2021 – Roundtable 4: Gleichstellung in der digitalisierten Arbeitswelt
- 12.01.2022 – Roundtable 5: Geschlechtsbezogene digitale Gewalt
Die gesamte Veranstaltungsreihe wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Dokumentation der Veranstaltungsreihe.