Der Zweite Gleichstellungsbericht

Das Leben der Menschen in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten vielfältiger geworden. Dennoch unterscheiden sich die Lebenswirklichkeiten von Frauen und Männern auch heute noch teilweise deutlich voneinander. Das Gutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung wird auf der Basis wissenschaftlicher Befunde konkrete Vorschläge machen, wie auf kürzere oder längere Frist Fortschritte in der tatsächlichen Gleichberechtigung der Geschlechter erzielt werden können. Somit trägt es dazu bei, dass politische Entscheidungen auf der Basis von Zahlen und Fakten getroffen werden können. Dies kann zur Qualität politischen Handelns beitragen.

Das Gutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht wird auf den Befunden des Ersten Gleichstellungsberichts von 2011 aufbauen und sich insbesondere mit den weichenstellenden Übergängen Berufseinstieg und Berufskarriere, Familienplanung und familiäre Pflege befassen. Es werden hier insbesondere auch die Rahmenbedingungen betrachtet, die die Entscheidungen an den Übergängen beeinflussen, z.B. Rahmenbedingungen des Steuersystems oder des Systems der Berufsausbildung. Neben der Analyse soll das Gutachten auch Handlungsempfehlungen für neue Impulse in der Gleichstellungspolitik liefern. Ziel ist eine Gesellschaft mit gleichen Verwirklichungschancen für die Geschlechter, in der die Chancen und Risiken im Lebensverlauf gleich verteilt sind.

Der zweite Gleichstellungsbericht wird aus dem Gutachten der Sachverständigenkommission, der Stellungnahme der Bundesregierung zum Gutachten sowie der Bilanz der Bundesregierung zur Umsetzung von Empfehlungen aus dem Ersten Gleichstellungsbericht bestehen; der Bericht wird 2017 veröffentlicht.

Die Sachverständigenkommission unter Vorsitz von Prof. Dr. Eva Kocher arbeitet ehrenamtlich und unabhängig. Sie wird von einer Geschäftsstelle unterstützt.